Wie umgehen mit Mobbing und Gewalt? - Gast: Heike Becker - Hömma, Herten Spezial

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00:00:00: Gewalt, Mobbing und Erniedrigungen gehören für viele Kinder heute zum Schulalltag.

00:00:04: Zuletzt kam es an einer Härtener Schule zu einer schweren Prügelattacke, die auch gefilmt und online verbreitet wurde.

00:00:09: Heike Becker besucht seit Jahren Schulen im Ruhrgebiet und kämpft dafür das Opfer nicht länger still leiden!

00:00:14: Wir sprechen mit ihr über die Ursachen von Mobbing, die folgen für Kinder und darüber was Erwachsene tun können.

00:00:27: Und damit herzlich willkommen zu Hämmerhärten dem Podcast der Härtner Allgemein.

00:00:31: Heute mit meinem Kollegen Joachim Schmidt Und unserem Gast Heike Becker.

00:00:35: Hallo!

00:00:36: Mein Name ist Theresa Christophitsch.

00:00:39: Ja, Frau Becker Sie sind ausgebildete Kinderpflegerin und leiten seit vielen Jahren einen offenen Kindertreff in Gelsenkirchen.

00:00:46: Wie sind sie denn da auf das Thema Mobbing aufmerksam geworden?

00:00:50: Im Grunde kamen das eher zufällig zur Sprache weil vor einigen jahren Ein kind auf mich zukam und sagte heike ich muss dir was erzählen Mir geht's seit Monaten nicht gut.

00:01:03: Ich war beim Friseur, hab mir meine Haare abschneiden lassen und seitdem werde ich in der Klasse gemobbt.

00:01:10: Ich werd ausgelacht beleidigt.

00:01:13: die Mädchen sagen jeden Tag zu mir guck mal in den Spiegel wie du aussiehst.

00:01:17: Du bist hässlich Und eigentlich habe ich gar keine Lust mehr zur Schule zu gehen.

00:01:23: Ich habe jeden Morgen Bauchschmerzen und würde am liebsten Zuhause bleiben.

00:01:27: Da kam das nächste Kind zu mir und sagte Heike ich möchte dir auch mal was erzählen.

00:01:32: Also wenn ich morgens auf den Schulhof komme, dann erwarten mich schon fünf oder sechs Jungen und die wissen da sich Geld dabei habe für meinen Mittagessen.

00:01:42: Und dann erpressen sie mich und sagen du gibst uns jetzt dein Geld ansonsten verkloppen wir dich.

00:01:48: Dann gebe ich denen natürlich mein Geld weil ich Angst habe.

00:01:52: ja und so knut mir jeden Mittag der Magen.

00:01:54: Wie lange ging das schon mit dem Mädchen ungefähr?

00:01:58: Also bei dem Mädchern waren das ungefähr zwei drei Monate

00:02:04: Und noch ein drittes Kind?

00:02:06: Ich war eigentlich an der Stelle schon ziemlich erschrocken, weil das Ganze spielte sich an Grundschulen ab.

00:02:12: Die Kinder waren neun oder zehn Jahre alt und dann kam ein dritter Kind zu mir und sagte, Heike soll ich dir mal was erzählen.

00:02:21: Ich bin monatelang in der Schule gemobbt worden und erst als der Junge mir den Finger gebrochen hat danach änderte sich das, weil sich die Schulleitung einschaltete.

00:02:32: Es gab eine Konferenz und danach hörte das Mobbing auf.

00:02:36: Ja, dann guckten die drei mich an und haben gesagt sag mal kannst du uns denn nicht helfen?

00:02:42: Und dann habe ich geantwortet Kinder wie soll ich das machen?

00:02:45: Ihr seid alle an verschiedenen Schulen ihr seid in verschiedenen Klassen.

00:02:49: Wie soll es möglich sein dass ich überall hinkomme und euch helfen kann?

00:02:55: Dann kam uns die Idee was wäre denn wenn wir all die Erfahrungen zu einer Geschichte schreiben Und eine einzige Person, in dem Fall ist es Leon.

00:03:05: Der erlebt all das und diese Geschichte wollten wir in die Schulen bringen um Kindern dann zu vermitteln.

00:03:12: Guckt mal dass ist passiert an einer Schule aber wir können hier dafür sorgen dass es hier nicht passiert.

00:03:19: Warum?

00:03:20: Also im Grunde ist das nicht ihre Geschichte die sie veröffentlicht haben sondern haben fast schon die Kinder geschrieben.

00:03:27: Richtig also es ist im Grund Wenn es auch zusammengewürfelt ist, aus mehreren Erfahrungen.

00:03:32: Ist eine wahre Geschichte und das macht das Ganze auch authentisch wenn ich das erzähle in den Schulen.

00:03:39: die Kinder spitzen die Ohren und fragen manchmal auch nach Frau Becker ist das wirklich passiert?

00:03:45: Ja dass ist wirklich passiert Und das ist der große Vorteil an der Geschichte Das Kinder sich damit identifizieren.

00:03:53: Sie haben ja inzwischen hier liegen sehr auch drei Bücher schon geschrieben.

00:04:02: Also die Schnecke Maxi, das ist eine sehr einfache traurige Geschichte von einer Schnecke.

00:04:08: Die eigentlich nur Freunde haben möchte und akzeptiert werden möchte.

00:04:12: aber in der Geschichte wird deutlich wie schwierig es häufig ist wenn man anders ist.

00:04:17: Die Schnecke versucht die anderen Tiere auf der Wese zu überzeugen dass sie eigentlich gleichwertig ist.

00:04:25: Aber sie wird ausgelacht und verhöhnt, weil sie ja viel langsamer ist und ein Haus mit sich rumschleppen muss.

00:04:32: Und am Ende der Geschichte ist es so, dass die Schnecke mit ihrem Haus dafür sorgt, dass andere Tiere quasi geschützt werden.

00:04:41: Weil eine Rabe sitzt auf einem Baum und die Schneck rettet alle.

00:04:45: Das bringt die anderen Tiere zum Nachdenken.

00:04:48: Das ist wahrscheinlich ... Nix, was Sie in eine Oberstufe einer Schule tragen würden.

00:04:54: Nein!

00:04:54: Ich denke das ist nicht die richtige Altersklasse.

00:04:59: Also die Schnecke ist für jüngere Kinder und einige der anderen Bücher machen sie aber durchaus mit fünften sechsten Klassen, dass sie dann davorlesen und mit den Schülern sprechen?

00:05:10: Ja also bei meinen Büchern ist es so, dass ich eigentlich mit der Schnecke Maxi anfange Prävention schon in die Kitas zu bringen.

00:05:19: Weil ich denke das Empathie vermitteln eine Sache ist, die am einfachsten ist wenn man sehr früh damit beginnt.

00:05:28: als weiteres habe Ich dann Leon sagt nein geschrieben.

00:05:31: Damit richtig mich an Grundschulkinder.

00:05:34: Das ist glaube ich die Sammlung von ihren ersten drei Fällen.

00:05:38: Genau!

00:05:38: Das ist diese Geschichte Die im Grunde auch von Grundschul Kindern handelt.

00:05:44: Und das nächste Buch ist dann

00:05:50: Leonie

00:05:51: und die

00:05:51: Fotos.

00:05:52: Und das Foto im Netz, da hatte mir ein Kind an Mädchen erzählt, dass sie beim Umkleiden vor dem Sportunterricht mit nackten Oberkörper fotografiert wurde.

00:06:04: Das Foto landete im Netz.

00:06:05: Mit der Geschichte möchte ich einfach verdeutlichen wie geht es einem wenn man ... fotografiert oder gefilmt wird und das im Netz landet.

00:06:13: Und man keinerlei Möglichkeit mehr hat, dass zu löschen?

00:06:16: auch eine wahre Geschichte noch

00:06:18: auch eine wache geschichte richtig?

00:06:19: wie ist das mit dem Mädchen weitergegangen?

00:06:23: also sich

00:06:24: in dem warenfall jetzt nicht unbedingt wollen wir nicht übers buch reden sondern über den fall.

00:06:30: ja also in dem buch gibt es quasi ein happy end aber im wahren leben war es nicht so.

00:06:37: Das Mädchen hat auch die Schule gewechselt, fühlte sich von der Schulleiterin und den Lehrern ziemlich im Stich gelassen.

00:06:47: Aber wie das häufig so ist sind auch Häufig-Schulleiter und Lehrer überfordert.

00:06:54: Wissen häufig nicht, wie handel ich?

00:06:58: Ja ...

00:06:59: Okay!

00:07:00: Und das Mädchen hatte dann die Schule gearbeitet und ist, glaube ich, auch nicht glücklich geworden.

00:07:05: da, ne?

00:07:06: Nein,

00:07:07: nein.

00:07:08: Gut.

00:07:09: Ein sehr schwieriges Thema.

00:07:13: Wir haben in der vergangenen Woche schon mal über das Thema gesprochen hier im Podcast und da kam es eine siebzehnjährige, eine Praktikantin hier bei uns hat von ihren eigenen Erfahrungen auch erzählt und bei uns ja kam eigentlich der Eindruck auf dass ist für Sie, für ne siebzenjährige relativ normal das an Schulen durchaus Mal Gewalt mit Sicherheit auch dann Videos davon kursieren und für meine Generation ist das ja nun überhaupt nicht normal.

00:07:46: Ich bin fünfundsechzig und kenn Schulvideos natürlich nicht, also aus eigenem Erleben.

00:07:53: Wie kriegen Sie das mit wenn sie Schulen besuchen?

00:07:55: sind inzwischen?

00:07:57: Also es Gewalt ist ja noch mal schlimmer vielleicht als Mobbing weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht von den Folgen.

00:08:05: Auch das Festhalten auf Videos, ist es schon so alltäglich tatsächlich?

00:08:10: Gewalt und Mobbing sind ja häufig nicht unterschiedlich.

00:08:15: Bei Mobbing geht es auch häufig um körperliche Gewalt oder psychische Gewalt.

00:08:23: Daher denke ich, dass das Problem eigentlich das Gleiche ist.

00:08:27: Es ist für sehr viele Kinder Normalität.

00:08:30: Ich habe letztens mit einer Mutter gesprochen, die hat ihr Kind letztes Jahr im Sommer einschulen lassen und hat ihren Sohn von der Grundschule abholen wollen, stand am Schulhof etwas abseits.

00:08:44: Und sah wie ihr Sohn mit einem Schulkamerad über den Schulhof ging und von einem anderen Jungen ständig in den Rücken getreten wurde.

00:08:53: Er hat gar nicht darauf reagiert.

00:08:54: er ist weitergegangen.

00:08:56: dann kam der nächste Tritt in den rücken, er hat das völlig ignoriert und ist weiter gegangen.

00:09:01: Und hat zu Hause auch davon nie was erzählt?

00:09:04: Nein, er hat davon nichts erzählt.

00:09:07: Wahrscheinlich auch aus dem Grund was der Mutter an dem Tag auch bewusst wurde.

00:09:12: es war Normalität die Kinder gehen häufig so miteinander um in der Klasse auf dem Schulhof und sie war völlig erschüttert und hat gesagt Mensch warum hast du denn nichts gesagt?

00:09:23: Warum hast Du dir keine Hilfe geholt vom Lehrer?

00:09:26: oder warum erzählst Du mir denn nichts davon?

00:09:29: Ja das war normal für ihn.

00:09:32: Woran können Eltern denn vielleicht erkennen, wenn das Kind gemobbt wird?

00:09:35: Gibt es da irgendwelche Anzeichen?

00:09:38: Ja.

00:09:39: Anzeigen gibt es schon.

00:09:40: Also häufig gibt es Anzeiche.

00:09:43: Kinder teilen sich ja in der Situation häufig nicht gern mit und ich weiß zum Beispiel von einer Mutter die hatte einen Sohn im Alter von zwölf, dreizehn Und als sein Verhalten sich veränderte, als er plötzlich nur noch in seinem Zimmer war und für sich sein wollte, irgendwelche Computerspiele gemacht hat.

00:10:09: Und auch anfing, plötzlich Essen in sich reinzustopfen.

00:10:14: Da dachte sie okay das liegt an der Pubertät.

00:10:18: Er fing dann irgendwann an und sagte Mama kannst du mich zur Schule fahren?

00:10:23: Und sie dachte dass das auch wieder so eine Sache ist...

00:10:27: Der ist faul!

00:10:29: Genau, genau.

00:10:30: Das war der Gedanke und so hat sie mir das auch erzählt.

00:10:33: Sie hat sich gedacht Mensch du hast einfach keine Lust.

00:10:37: aber die sagte ihm dann wir haben die Haltestelle direkt vor der Tür Du hast ein Ticket du fährst mit dem Bus zur Schule.

00:10:45: Und er fragte immer wieder jeden Tag Mama kannst du mich nicht fahren?

00:10:49: Zwischendurch auch mal Mama kann zu mich denn ich wenigstens mal abholen.

00:10:54: Okay, in der Pubertät.

00:10:56: Die Kinder werden faul die Teenager sitzen lieber vor dem PC und irgendwann ich weiß nicht hatte sie gesagt zwei Jahre oder drei Jahre dann ist der Junge vollkommen zusammen gebrochen fing an zu weinen ganz bitterlich und hat gesagt Mama weißt du eigentlich wie es mir geht?

00:11:16: Weißt Du eigentlich was mir jeden Tag passiert?

00:11:19: Ich stehe auf dem Schulhof ich werde eingekreist Und ein Junge aus meiner Klasse nimmt das Brot aus meiner Butterbrotdose, schmiert mir das ins Gesicht und sagt, frisst du fette Sau?

00:11:32: Mama mia.

00:11:34: Die Mutter war dermaßen enttäuscht von sich selbst erschüttert, dass sie das so falsch eingeschätzt hat.

00:11:44: Dass sie gesagt hat eigentlich müsste man ganz viele Eltern informieren.

00:11:50: Bitte achtet auf eure Kinder.

00:11:51: Es ist nicht immer die Pubertät, es kann Mobbing dahinter stecken, Angst in die Schule zu gehen und ja das sind eben typische Anzeichen.

00:12:02: Das heißt als Eltern muss man wahrscheinlich einfach aufmerksam sein und versuchen Gespräch zu suchen also Nähe schaffen Vertrauenschaften sowas?

00:12:12: Ja nur sind gerade pubertierende Jugendliche manchmal nicht so scharf drauf Richtig.

00:12:18: Ganz viel Nähe zu Mama und Papa zu haben,

00:12:20: ne?

00:12:21: Richtig!

00:12:22: Und das ist auch so eine Sache die ich versuche den Kindern in den Schulklassen zu vermitteln.

00:12:27: Wir haben häufig wenn ich meine Geschichten vorlese dann gibt es im Anschluss Diskussionsrunden und dann frage ich die Kinder was ist denn wenn euch so etwas passiert wenn ihr gemobbt werdet wem kann man sich denn anvertrauen?

00:12:43: und dann kommt ganz selten eigentlich mein Eltern häufiger kommt meinem großen Bruder, meinem Lehrer der Schulsozialarbeiterin und ab und zu dann auch meiner besten Freundin oder meinem Freund.

00:12:58: Und dann sage ich auch immer richtig es ist nicht wichtig wem ihr euch anvertraut Es ist aber ganz wichtig dass ihr euch jemanden an vertraut.

00:13:07: Denn alleine schon wenn vielleicht der beste Freund sagt Weißt du was?

00:13:11: Wenn wir jetzt zur Schulleitung gehen Ich begleite dich dabei dieses Gefühl nicht allein zu sein Das hilft schon.

00:13:21: Ja, das sind ja wirklich, sagen wir mal Geschichten die schwer zu verdauen sind.

00:13:26: wenn man sowas hört dass mit dem frisst du Sau oder wie der Ausdruck war Wie verpacken sie das?

00:13:34: Ich meine Sie hören so was wahrscheinlich öfter alle paar Tage oder Wochen.

00:13:40: Wie verkraften sie es?

00:13:42: Also es ist schon schwierig.

00:13:43: Manchmal gehen mir die Geschichten sehr nahe.

00:13:46: Ich bin Mutter, ich habe selber zwei Kinder und wenn ein Kind mir in der Schule erzählt... ...ich werde schon so lange gemobbt.

00:13:59: Ich habe daran gedacht mich mit einem Gürtel zu erhängen aber dann habe ich an meinen kleinen Bruder gedacht und hab's nicht getan.

00:14:07: Da denke ich manchmal das kann doch nicht wahr sein bringt einen zehnjährigen dazu solche Gedanken zu haben.

00:14:15: Es ist ja so, ich gehe zwar in die Klassen und lese die Geschichten vor- und komme ins Gespräch und bespreche mit den Kindern die Lösungsmöglichkeiten aber ich stehe ja nicht alleine da.

00:14:25: Die Schulen, die mich einladen sind ja zum Glück Schulen, denen engagiert sind, die das Problem angehen wollen.

00:14:32: Und natürlich habe ich das sofort der Klassenererin mitgeteilt.

00:14:37: Die hat dann wieder die Schulsozialarbeiterin mit ins Boot geholt Und dann gab es Gespräche mit den Eltern, die auch aus allen Wolken gefallen sind.

00:14:45: Das ist ja ganz häufig so, dass man nichts ahnt und ich war in dem Jahr danach wieder an der Schule.

00:14:52: Ich war wieder für Lesungen gebucht und der Junge kam mir entgegen und lächelte mich an und sagte Frau Becker, ich bin jetzt seit langer Zeit schon in Behandlung.

00:15:03: Therapien?

00:15:03: Ja.

00:15:05: Er hat eine Therapie oder er machte eine Therapy.

00:15:08: Und ging's ihm besser her ne?

00:15:12: Also solche Momente, die stärken mich natürlich immer weiter zu machen.

00:15:16: Weil selbst wenn die Klassen überfüllt sind und da sitzen teilweise ein dreißig Kinder vor mir es ist mir klar dass ich nicht jedem Kind wahrscheinlich helfen kann obwohl ich versuche jedes einzelne zu stärken.

00:15:30: aber wenn zwischendurch Kinder aufstehen und sagen mir ist sowas auch passiert oder Ich bin auch in so einer Situation Und die Lehrerin oder der Lehrer geht dorthin und sagt, wie?

00:15:43: Ich wusste das gar nicht.

00:15:45: Bist du denn auch betroffen?

00:15:47: Dann denke ich immer es hat gewirkt.

00:15:49: also wenn man im Gespräch bleibt Man muss den Kindern immer wieder die Möglichkeit geben sich jemanden anzuvertrauen.

00:15:56: Okay

00:15:59: Warum ist es denn so dass Kinder manchmal schwerfällt sich jemandem an zu vertrauen und darüber zu sprechen Wie sie sich fühlen?

00:16:07: Also da gibt's verschiedene Gründe.

00:16:08: manchmal ist Ganz einfach das Schamgefühl.

00:16:12: Ich habe schon mit Jungen gesprochen, die haben gesagt ja wenn ich das meinem Papa sag der sagt klatscht dem doch einfach eine oder werde ich doch.

00:16:21: Kinder haben oft das Gefühl dass es schwäche ist wenn sie sich jemanden anvertrauen weil Sie Angst haben oder weil sie sich nicht wehren.

00:16:28: Ich hab genauso was in einer ersten Klasse erlebt.

00:16:31: Ich wurde auch verhauen von einem älteren Schüler.

00:16:34: Der hat meinen Schultonnister in die Brombeerhecke geschmissen und ich kam ohne Tonnister nach Hause.

00:16:40: Das war natürlich damals ein Zeit ohne Video und sowas.

00:16:43: War vielleicht nicht so schlimmer Vorfall, wie er heute gewesen wäre aber immerhin Und hab's zu Hause natürlich erzählt weil die Maia auch klein.

00:16:51: der Tonnister ist weg.

00:16:52: und was hat mein Papa gesagt?

00:16:54: genau das Ich soll mich wehren und dem anderen gefälligst eine hauen.

00:17:00: ich war damals sehr zart beseitet offenbar ich kann mich da gar nicht dran erinnert daran erinnern offenbar gesagt aber das tut dem doch weh wenn ich ihn hauen würde.

00:17:14: ja dass ist wie soll ich sagen kann ich heute kaum mehr nachvollziehen, aber es gibt Kinder wahrscheinlich die sind so drauf.

00:17:21: Die wehren sich dann nicht und haben vielleicht sogar ganz lange Schwierigkeiten.

00:17:27: bei mir bliebs Gott sei dank einmalig.

00:17:30: also jetzt ist ja so Erlebnisse Spuren hinterlassen.

00:17:35: Ich habe mal ein Videoprojekt durchgeführt mit verschiedenen Teilnehmern, die über ihre Mobbingerfahrung gesprochen haben.

00:17:43: und ein Beispiel, ein gutes Beispiel wie sehr das nachwirkt ist.

00:17:49: ich hab im Fitnessstudio eine Frau kennengelernt, die optisch extrem aufgefallen ist.

00:17:56: also sie hatte eine Pankerfrisur war tätowiert und es zog sich über ihr Gesicht von der Stirn bis runter zum Kinn, übers Auge ein Stacheldraht tätowiert.

00:18:12: Und als der erste Gedanke ... Da kann auch ich mich nicht freisprechen?

00:18:16: Wow!

00:18:17: Das ist aber eine Harte wie man so sagt.

00:18:21: Ja, und ich kam mit ihr ins Gespräch sagte sie dann, ähm ... Sie findet das toll.

00:18:28: Dass ich mich gegen Mobbing engagiere und ihr wäre das auch mal passiert.

00:18:33: Dann hab ich die eingeladen an diesem Videoprojekt teilzunehmen mit vielen anderen auch.

00:18:39: Und vor der Kamera erzählte sie dann dass sie als Kind in der Pause von mehreren anderen Kindern in den Abfalleimer, in dem Mülleimer gesteckt wurde, Kopf über.

00:18:52: Und sie hat sich dann also alle haben natürlich gelacht teilweise abjaudiert.

00:18:56: Und sie musste dann hinterher wieder in die Schulklasse und beschrieb, wie sie sich gefühlt hat als sie da schmutzig und stinkend gesessen hat.

00:19:08: Während sie das erzählt hat, hat sie geweint vor der Kamera diese gestandene Frau, die so hart aussah mit ihren Tätowierungen.

00:19:17: In dem Moment habe ich verstanden

00:19:18: ... Warum

00:19:20: Sie den Stacheldraht im Gesicht hatte?

00:19:22: Wahrscheinlich war das so ein Schutz Ja.

00:19:26: Für sich selbst,

00:19:28: ja.

00:19:29: Die Frage war warum sich Kinder nicht unbedingt anvertrauen?

00:19:34: Schamgefühl ist das eine.

00:19:35: gibt es noch andere Gründe?

00:19:38: Häufig verstehe ich das gar nicht dass die sich nicht anvertrauen weil ich im Gespräch dann merke wenn wir diese Diskussionsrunden haben in den Klassen

00:19:49: Dann vertrauen

00:19:51: sie sich an.

00:19:52: also dann gehen die Hände häufig hoch und Selbst wenn die Kinder nicht selbst betroffen sind, erzählen sie manchmal das ist mein Bruder passiert.

00:20:01: Meiner Schwester meiner Freundin.

00:20:03: also es ist wirklich erschreckend wie viele Kinder Betroffen sind Wenn auch nicht direkt

00:20:09: Aber die dass zumindest mitkriegen auch als diese Normalität wie Sie beschrieben haben richtig

00:20:14: und dann spüre ich Wie sehr die Kinder das Bedürfnis haben über dieses Thema zu reden.

00:20:21: aber es bedarf natürlich immer so einer Kleinigkeit, die sie dazu bringt.

00:20:27: Und in meinem Fall ist das häufig so dass es halt diese Geschichten sind, dass ich den Kindern am Anfang erkläre wie ich dazugekommen bin da sich die schreibe und dass sie alle wahr sind das Kinder mir das erzählt haben und dann öffnen sich plötzlich alle

00:20:45: Herzen.

00:20:46: wahrscheinlich

00:20:46: wahrscheinlich ja

00:20:48: ihnen geht's ja auch darum um Empathie

00:20:51: Auf jeden Fall.

00:20:52: Möglicherweise ist die bei den Kindern irgendwie, weiß ich nicht da aber nicht so im Alltag?

00:20:58: Ja.

00:20:59: Ich weiß es gar nicht genau wie ich das beschreiben soll.

00:21:01: Aber möglicherweise herrscht eine gewisse Verrohung als Alltagsgefühl

00:21:08: vor.

00:21:09: Also es ist ja so dass man einen gewissen Anteil an Empathie schon mitbekommt bei der Geburt

00:21:18: oder auch nicht mitbekommen.

00:21:19: also Ich denke, sie ist vorhanden.

00:21:23: Aber es liegt natürlich daran an den äußeren Umständen und der Familien-Situation, an sozialen Kontakten inwieweit sich das noch im Grunde... Ja, mir fehlt das richtig.

00:21:39: Weiterentwickelt?

00:21:40: Ja weiterentwickeln genau!

00:21:42: Denn Empathie ist tatsächlich erlernbar und trainierbar.

00:21:48: Und ich merke das, wenn ich in den Kitas bin und erzähle die Geschichte von der Schnecke wie sie weint weil sie ausgegrenzt und ausgelacht wird.

00:21:58: Wie häufig?

00:21:59: Die Kinder dann schon sagen oh ja, die ist traurig Ich habe letztens auch geweint, weil ich ausgelacht wurde.

00:22:06: Also man versteht sich selber und die anderen richtig über die Geschichte.

00:22:13: Das ist so wichtig dass wir Kindern immer wieder vor Augen halten.

00:22:19: Wie fühlt sich der andere?

00:22:21: Kommt das vielleicht in Elternhäusern auch zu kurz?

00:22:28: Man blickt

00:22:28: wahrscheinlich nicht in jedes Elternhaus, aber ich würde mal vermuten dass es hier oder da so ist...

00:22:33: Es ist schon so, dass sich vieles verändert hat.

00:22:37: also viele Eltern ohne dass jetzt als Vorwurf zu meinen viele Eltern sind beide berufstätig Viele Eltern, die jetzt nicht beide berufstätig sind beschäftigen sich häufig sehr stark mit dem Handy oder auch mit irgendwelchen Spielen und man sieht es ja auf der Straße.

00:22:58: Also mit Kindern wird weniger gesprochen.

00:23:00: Auf dem Spielplatz hat die Mutter das Handy in der Hand beim Kinderwagen schieben.

00:23:04: Hat jemand das Handy?

00:23:05: Das finde

00:23:05: ich auch ein fürchterliches Bild.

00:23:07: Ja also ist sicherlich nicht in allen Familien so.

00:23:11: Es gibt immer noch sehr verantwortungsvolle Eltern Aber der Trend geht schon dahin.

00:23:15: Ich merke das ja auch in meiner Gruppe, ich habe einen Freizeit-Treff in Gelsenkirchen ... Sie sind

00:23:23: immer noch in diesem Kirchenkeller?

00:23:25: Ja

00:23:25: genau!

00:23:26: Seit wieviel Jahren jetzt?

00:23:28: Seit siebzehn Jahren und das ist eine Anlaufstelle für Kinder aus der Nachbarschaft und die Kinder sind zwischen vier und elf Jahren.

00:23:35: eigentlich passt das vom Alter her gar nicht so gut zusammen.

00:23:39: Andererseits lernen natürlich die Kinder auch miteinander klarzukommen, dass die Älteren den Kleineren mal helfen und sich die Kleineren von den Größen was abschauen.

00:23:48: Und da geht es natürlich bei mir auch sehr stark um soziale Kompetenz.

00:23:55: Ich versuche immer, den Alltag so liebevoll zu gestalten.

00:24:02: wie's geht also wir essen gemeinsam Wir bleiben am Tisch sitzen spülen gemeinsam und es ist so, dass ich häufig erlebe.

00:24:12: Wenn wir zum Beispiel Bilder oder Geschenke für den Muttertag vorbereiten.

00:24:18: Ich hatte mal irgendwann gefragt Kinder warum schenken wir denn der Mama jetzt was?

00:24:25: Ja.

00:24:26: Ist Muttertag!

00:24:27: Genau ein Kind sagte ja weil die uns geboren hat und ein kind sagte ja guter Tag ist.

00:24:34: und dann wollte ich den Kindern so ein bisschen auf die Sprünge helfen.

00:24:37: Und hab gesagt, Mensch, denk doch mal einfach daran, wer weckt euch morgens?

00:24:43: Ja mein Wecker beim Bruder, mein Handy.

00:24:49: Gut habe ich gedacht jetzt möchte ja auch die Eltern nicht so bloß stellen und bin einen Schritt weiter gegangen und hab gesagt okay ihr seid alle selbstständig Kinder!

00:24:56: Wer macht euch denn morgens das

00:24:58: Frühstück?!

00:25:00: Meine Mama legt mir Geld hin für den Bäcker.

00:25:04: Ich ess erst mittags in der Schule.

00:25:06: was ...

00:25:07: Scheibenkreuz da?

00:25:08: Ja,

00:25:08: und da hab ich gemerkt es hat sich tatsächlich etwas verändert.

00:25:15: vielleicht sagen Eltern mein Kind soll selbstständig werden aber Für mich hat sich das so angefühlt als ob da irgendwo ein bisschen desinteresse besteht weil Ich weiß das zum Beispiel aus meinem Bekanntenkreis, meinem Freundeskreis und auch aus meiner Familie.

00:25:36: Wir haben morgens die Kinder geweckt wir haben mit denen gefrühstückt und gerade die gemeinsamen Mahlzeiten haben auch immer die Möglichkeit geboten mit Kindern erstmal sie gut und freundlich in den Tag zu schicken.

00:25:50: Und auf wahrzunehmen überhaupt?

00:25:52: Genau!

00:25:53: Und häufig wurde dann auch über Probleme gesprochen.

00:25:57: also Selbst als meine Kinder-Elter waren in der Pubertät und dann irgendwann gesagt haben hier beim Abendessen, nee Mama kein Hunger.

00:26:05: Die wollten sich vor den Fernseher setzen und ich hab gesagt nein setz euch hin wir essen jetzt Abendbrot und wenn ihr keinen Hunger habt dann macht euch einen Tee und setzt euch aber einfach dazu.

00:26:15: Ja erst gab es ein großes Höh.

00:26:17: keine Lust wie das halt so ist bei den Jugendlichen In der Zeit die komisch werden

00:26:24: In der besonders schönen Zeit für Eltern.

00:26:27: Und wenn wir dann aber am Tisch saßen, es war immer das Gleiche.

00:26:32: Wir kamen ins Gespräch.

00:26:35: Einer hat erzählt was er vielleicht in der Schule erlebt hat.

00:26:39: Der nächste hat mal eine Frage gestellt weil er einen Rat brauchte und wir haben zusammen gelacht.

00:26:44: Das kann ich wirklich nur allen mit auf den Weg geben.

00:26:47: Genießt diese Zeit mit den Kindern verbringt mit ihnen eine schöne Zeit ob es abends das ins Bett gehen ist Vielleicht noch mit einer Gute Nachtgeschichte.

00:26:58: Auch da kommen häufig Probleme mal an die Oberfläche, weil man ins Gespräch kommt und gerade zusammenkuschelt.

00:27:05: Gemeinsame Mahlzeiten sind sehr wichtig selbst wenn die Kinder keinen Hunger haben.

00:27:09: Man kann auch was trinken und zuhören aber viel Soziales spielt sich wirklich am Küchentisch ab.

00:27:17: das ist so.

00:27:18: Das

00:27:18: ist auch meine Erfahrung als Vater.

00:27:21: ja das ist beantwortet vielleicht deine Frage vom Anfang worauf Eltern achten sollten.

00:27:28: Eigentlich ist es ein Rat, was Eltern tun sollten.

00:27:31: Einfach Zeit mit ihren Kindern verbringen und vielleicht sich gemütlich machen und eine Atmosphäre schaffen.

00:27:38: Richtig!

00:27:39: Vielleicht erklärt das auch warum Kinder sich häufig nicht anvertrauen?

00:27:43: Weil die Möglichkeiten fehlen weil die Situation einfach nicht da ist.

00:27:47: In der Schule ist das wahrscheinlich nicht so einfach herzustellen aber doch auch nicht unmöglich dafür, so eine offene warme Atmosphäre zu sorgen.

00:27:56: Wie erleben Sie das?

00:27:58: Das ist ganz unterschiedlich!

00:28:00: Ich war schon an Förderschulen und war vollkommen überrascht wie liebevoll die Kinder miteinander umgehen weil die Lehrkraft es geschafft hat morgens schon eine respektvolle Atmosphäre zu schaffen.

00:28:19: Ich war eingeladen und es gab direkt einen Begrüßungskreis, die Kinder bevor sie an ihre Tische gegangen sind saßen hier erstmal in einem Kreis.

00:28:27: dann hat die Lehrkraft gesagt so Kinder wenn ihr möchtet holt jetzt bitte eure Butterbrotdosen raus und jeder darf erst mal einmal abbeißen.

00:28:37: Erstmal war das für mich ungewöhnlich.

00:28:39: aber dann habe ich gedacht eine gute Idee Weil auch aus meiner Erfahrung weiß ich ja, wie viele Kinder gehen morgens erst mal ohne Frühstück aus dem Haus.

00:28:48: Und so hat sie eine Möglichkeit geschaffen, dass jeder der vielleicht auch hungrig zur Schule kam schonmal was im Bauch hatte

00:28:55: und ... Ja, viel banal aber

00:28:57: wirkungsvoll!

00:28:58: Ja und dann war ich nochmals überrascht als die dann sagte und wer möchte darf auch gerne teilen weil auch da wieder der Gedanke dahinter steckte Vielleicht hat das ein oder andere Kind ja gar kein Frühstück mitbekommen.

00:29:14: Ja und dann gingen die Butterbrotdosen rum, was soll ich sagen?

00:29:18: Die Atmosphäre war so schön weil die Kinder, die geteilt haben, das voller Stolz gemacht haben.

00:29:24: und da habe ich gedacht Mensch, was ist alles möglich wenn man sich damit beschäftigt eine schöne respektvolle Atmosphere zu schaffen.

00:29:35: Sehr schön!

00:29:36: Das ist eines der Erlebnisse die mir wirklich in Erinnerung geblieben sind Wenn ich häufig lese, ach ja, Förderschule.

00:29:44: Da braucht man nichts mehr zu sagen.

00:29:47: Das ist nicht so!

00:29:48: Es kommt wirklich darauf an wie engagiert sind die Lehrkräfte?

00:29:53: Sie haben mir auch schon mal in einem Vorgespräch – ich habe ja schonmal ein Artikel mit Ihrer Hilfe geschrieben gesagt auf die Schulform kommt es bei diesem Phänomen Mobbing und Gewalt unsso nicht sehr an.

00:30:04: also sprich das betrifft alle Schulformen.

00:30:07: Ja, dass ist so.

00:30:08: Also ich ...

00:30:09: So ein Förderschule oder Gymnasium ist eigentlich für das Phänomen egal.

00:30:14: Ja,

00:30:15: das Problem ist das Gleiche und deshalb kann im Grunde in jede Schule eingeladen werden.

00:30:25: Ich werde immer Kinder finden die gemobbt werden Und die Zeiten haben sich wirklich sehr geändert.

00:30:33: also vor etlichen Jahren habe ich schon Schulen angeboten.

00:30:39: Ich komme zu Ihnen und möchte gerne eine Lesung dort abhalten, mit Kindern ins Gespräch kommen.

00:30:46: Früher habe ich ganz häufig die Antwort erhalten Danke schön für Ihr Engagement.

00:30:51: aber in unserer Schule gibt es keinen Mobbing.

00:30:54: Ja und heute ist das nicht mehr der Fall weil man kann das Problem einfach nicht mehr ignorieren oder auch nicht wegreden.

00:31:00: Das glaubt kein Mensch mehr.

00:31:03: Ja früher war das auch so wenn wir als Presse auf Schulleiterinnen zugegangen sind mit irgendwelchen Fragen, weil man sowas gehört hat.

00:31:13: Ob es Gewalt an der Schule gibt oder irgendein spezieller Einzelfall manchmal auch sexuelle Übergriffe das war immer das Interesse der Schule deutlich zu machen.

00:31:22: bei uns ist alles in Ordnung damit bloß nicht der Ruf der Schule leidet.

00:31:27: Das war vor Jahren sehr stark so eine Abwehrhaltung gegenüber Presse wenn es unangenehme Themen waren.

00:31:35: Inzwischen hat sich das auch gewandelt, bei uns.

00:31:39: Uns hat neulich noch eine Grundschulleiterin aus Herden sehr offen erzählt was in den WhatsApp-Gruppen an ihrer wie gesagt Grundschule los ist.

00:31:47: so etwas wie ich stech dich ab ist da normaler Umgangston.

00:31:51: und sie sagte auch die Schüler die so kommunizieren wissen gar nicht was sie bei ihren Opfern anrichten.

00:31:58: aber das sagt die ganz offen und benennt ihre Schule und sagt dass das im Grunde normal ist Und das hätten wir uns vor fünf, sechs Jahren auch nicht passiert.

00:32:08: dahinten.

00:32:08: Die Schulen immer noch gesagt, nee, bei uns ist alles Taco.

00:32:12: Aber daran erkennt man jetzt auch die Hilflosigkeit.

00:32:17: Weil wirklich ...

00:32:19: Ja, die findet es natürlich auch schlimm, die Schulleiterin und ist entsetzt.

00:32:23: Wer redet da gerne drüber?

00:32:25: Aber andererseits werden wir keine Lösung finden.

00:32:29: Das ist einfach so.

00:32:30: Wir sehen ja, wohin uns das geführt hat dass das so häufig verdrängt wurde und abgestritten wurde.

00:32:39: Weil heute sind die Probleme so groß, dass im Grunde das Kind schon im Runden gefallen ist.

00:32:45: Dass jetzt wieder irgendwie hinzubekommen... Das ist eine schwierige Aufgabe!

00:32:50: Und da müssen im Grunden die Kinder mit ihren Lehrern, mit den Eltern eigentlich alle ins Boot geholt werden weil nur ein Miteinander würde da zum Ziel führen.

00:33:04: Und wenn Sie sagen, sie würden praktisch in jeder Schulklasse, wenn Sie die besuchen jemand finden dann kann man nur sagen ladet die Frau ein liebe Schulleiter, weil das kann ja nur nützen.

00:33:18: ich meine es ist.

00:33:19: natürlich sind nicht nur Sie's gibt auch andere Präventionsprogramme und Sachen die man machen kann aber es gibt eben auch Sie Sozusagen als ein Mann Betrieb im Grunde, einen Frau betrieben.

00:33:32: Ja richtig.

00:33:34: Aber auch wenn ich alleine unterwegs bin?

00:33:37: Ich war mittlerweile in so vielen Schulen und Schulklassen Und in etlichen hat sich wirklich was bewegt weil das Thema angegangen wurde und von daher werde ich auf jeden Fall am Ball bleiben Auch wenn ich also ich bin auf Facebook Instagram auch unterwegs und da bekomme ich häufiger auch mal Nachrichten, wenn man sieht was dieses Mobbing Menschen antut.

00:34:05: Das ist unfassbar!

00:34:06: Da schreiben mir erwachsene Frauen die Mitte zwanzig sind dass sie jahrelang gemobbt wurden.

00:34:13: und das die irgendwann anfingen sich zu ritzen Dass die Essstörungen bekommen haben Depressionen Suizidgedanken Etliche sind arbeitsunfähig, verlassen ihr zu Hause nicht mehr.

00:34:27: Haben Panikattacken und das muss wirklich allen bewusst gemacht werden dass jede Art von Mobbing Narben hinterlässt auf der Seele.

00:34:38: Ich weiß dass es schwierig ist aber das Thema zu sprechen Gerade bei Kindern die müssen wirklich ihren Mut zusammennehmen.

00:34:47: Aber ich habe mal in einem Buch gelesen Sag was zu sagen isst Auch wenn deine Stimme dabei zittert.

00:34:55: Und dieser Satz ist mir so in Erinnerung geblieben, weil er einfach zeigt, manche Dinge müssen gesagt werden auch wenn wir Angst davor haben, auch wenn unsere Stimme zittert.

00:35:06: Sehr schöner Satz!

00:35:10: Ja mein Gott bei dem Thema mutmachendes Schluss war zu finden finde ich schwierig.

00:35:18: Fällt dir was dazu ein Christina?

00:35:20: Theresa.

00:35:22: Ich habe deinen Nachnamen Christophic zu deinem Vornamen gemacht.

00:35:25: Alles

00:35:26: gut, ja vielleicht noch mal so als Abschlussfrage.

00:35:32: Sie haben von vielen schlimmen Fällen berichtet aber

00:35:36: halt

00:35:37: auch schon gesagt dass sie auch sehen das man was erreichen kann.

00:35:41: und deswegen vielleicht zum Schluss nochmal die Frage Was macht Ihnen Hoffnung?

00:35:46: Also Hoffnung macht mir das zu viele Schulen viel viel offener geworden sind für das Thema, dass es viel mehr Prävention gibt.

00:35:55: Ich kann nur allen ans Herz legen, das nach so einem Projekt nicht abzuhaken.

00:36:01: Man muss wirklich am Ball bleiben und das Thema immer wieder bearbeiten damit das bei den Kindern ankommt.

00:36:10: denn ich habe festgestellt, ich hatte schon mal, nachdem ich einen Besuch in einer sehr schwierigen Klasse hatte Da ist ein Junge nach der Lesung aufgestanden vor seinen Klassenkameraden, ist zu dem Mädchen gegangen was er gemobbt hat.

00:36:24: Hat ihr die Hand hingehalten und gesagt ich möchte mich entschuldigen.

00:36:27: Und das macht mir Mut dass sich einfach denke man kann die Kinder noch erreichen.

00:36:34: und Mir würde einen Schlusswort einfallen.

00:36:36: da steht auch in meinem Buch ganz am Anfang stark sein heißt auch manchmal um Hilfe zu bitten.

00:36:44: Das ist ganz wichtig dass die Kinder nicht alleine dastehen.

00:36:48: Man muss sich Hilfe

00:36:49: holen.".

00:36:50: Okay, dann lassen wir das so stehen?

00:36:52: Dann

00:36:52: lassen wir es so stehen auf jeden Fall!

00:36:54: Ja, das war unser Hörmerhärten-Spezial zum Thema Mobbing an Schulen.

00:36:58: Wenn euch der Podcast gefallen hat, dann abonniert ihn gerne und empfehlt uns weiter.

00:37:02: Besucht uns auch gern auf Instagram und Facebook.

00:37:05: Wenn ihr Hinweise, Themenvorschläge oder Feedback habt dann könnt ihr uns auch gerne eine Mail an hr-redaktion atmedienhaus-bauer.de schreiben.

00:37:12: da freuen wir uns auch darauf von euch zu lesen.

00:37:15: ja ansonsten danke Jochen.

00:37:17: Bitte Theresa

00:37:19: Vielen

00:37:19: Dank.

00:37:20: vielen dank Frau Becker für das Gespräch.

00:37:22: Ja ich bedanke mich auch

00:37:24: und ich bedank mich erstmal dass ich hier sein durfte

00:37:27: Und vielen Dank euch fürs zusehen und zuschauen.

00:37:30: bis zur nächsten Folge noch einen schönen Tag eine schöne Woche ciao

00:37:34: Ciao.

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